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01 Jul

Dysmorphophobie – die Einbildung, hässlich zu sein

Posted in Allgemeines on 01.07.09 by Merlyn

Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Dieser Spruch ist altbekannt. Doch auch die Hässlichkeit liegt im Auge des Betrachters. Dieser Satz hat besonders für Menschen, die unter einer so genannten Dysmorphophobie leiden, eine sehr große Bedeutung. Diese sehen sich mit ihren Augen nämlich als absolut hässlich, äußerlich entstellt und abstoßend. Viele haben einen Ekel vor sich selbst und beginnen sich zu hassen. Da sie sich selbst so sehen, gehen sie auch gleichermaßen davon aus, dass auch alle anderen Menschen sie so sehen. Sie haben Angst vor negativen Reaktionen und Ablehnung ihrer Mitmenschen.

Die Hässlichkeit, die Menschen mit Dysmorphophobie in ihren Augen sehen, ist für die meisten Mitmenschen kaum oder gar nicht sichtbar. Die Makel existieren häufig einfach nur für den Betroffenen. An Kleinigkeiten wie z.B. ein Gesicht das nicht perfekt symmetrisch ist eine in ihren Augen zu große oder zu krumme Nase. Diese Kleinigkeiten sind jedoch häufig das Einzige, was sie an ihrem Körper noch sehen. Sie sehen sich als einzigen großen Makel.

Für Außenstehende sind die Probleme häufig nicht nachvollziehbar. Sie können diese Makel nicht feststellen, ja sehen diese Menschen häufig sogar als sehr attraktiv. Auch Dysmorphophobie-Leidende untereinander finden den jeweils anderen meist sehr attraktiv und wünschten sich, selbst mit einer solchen Schönheit gesegnet zu sein.

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